Private Vorsorge in der Schweiz

Die dritte Säule verstehen, bevor Sie Konto oder Police wählen

Die dritte Säule ist kein einzelnes Produkt. Gebundene und freie Vorsorge folgen unterschiedlichen Regeln; auch eine Bankstiftung und eine Versicherungspolice innerhalb der Säule 3a begründen unterschiedliche Verpflichtungen. Dieses Dossier ordnet die Fragen, berechnet aber weder Ihre Steuerwirkung noch empfiehlt es einen Anbieter oder prognostiziert künftiges Kapital.

4Artikel
4Geprüfte Schweizer Bundesquellen
99 Sprachen
Die dritte Säule verstehen, bevor Sie Konto oder Police wählen
Private Vorsorge in der Schweiz

Weiterlesen oder Unterlagen vorbereiten

Bleiben Sie in dieser Reihenfolge, damit nicht Lösungen mit verschiedenen Zwecken vermischt werden.

Rahmen vor Produkt

3a oder 3b: Zuerst den Rahmen klären, nicht die Rendite

Die Säule 3a ist gesetzlich gebundene Vorsorge, während 3b verschiedene freie Vorsorgeformen bezeichnet. Die richtige Zuordnung verhindert, dass Einschränkungen oder Vorteile der Säule 3a auf jede Sparlösung übertragen werden. Status und konkrete Form sind zu bestätigen, bevor eine Einzahlung als abzugsfähig behandelt wird.

Ratgeber lesen
Zwei anerkannte Vertragsformen

Bank oder Versicherung in der Säule 3a: Verpflichtungen vergleichen

Das BSV nennt sowohl die Vorsorgevereinbarung mit einer Bankstiftung als auch die Vorsorgepolice eines Versicherers als anerkannte Formen. Dieser gemeinsame Status macht sie nicht austauschbar. Sparen, Anlage, Risikoschutz, Laufzeit, Prämienflexibilität und Wert bei einer Änderung müssen getrennt gelesen werden.

Ratgeber lesen
Gesetzlich gebundene Verfügbarkeit

Bezug und Transfer der Säule 3a folgen verschiedenen Verfahren

3a-Guthaben sind nicht jederzeit frei verfügbar. BVV 3 und BSV beschreiben ordentliche Auszahlung, bestimmte Vorbezugsgründe und Transfers. Grund, Nachweise, Ziel der Mittel und Steuerfolgen müssen vor einer unwiderruflichen Anweisung bestätigt werden.

Ratgeber lesen
Mehr als eine Projektion lesen

Kosten, Risiken und Garantien der Säule 3a Zeile für Zeile prüfen

Eine Projektion verbindet Annahmen, Kosten, Laufzeit und teilweise Versicherungsschutz. Sie zeigt allein weder das Garantierte noch das Marktabhängige oder den bei einer Änderung verfügbaren Wert. Der Vergleich beginnt bei Vertragsunterlagen und einheitlichen Szenarien, nicht bei einem isolierten Zukunftskapital.

Ratgeber lesen
Private Vorsorge in der Schweiz

Vier Entscheidungen getrennt treffen

Vorsorgeform bestimmen

Unterscheiden Sie gebundene Säule 3a, freie Vorsorge 3b und sonstiges Vermögen. Einzahlungsberechtigung und Steuerbehandlung hängen unter anderem von Erwerbstätigkeit und Unterstellung ab; den Einzelfall bestätigt nur die zuständige Stelle.

Vertragstyp lesen

Ein Konto bei einer Bankstiftung und eine Police bei einem Versicherer können beide 3a sein. Einzahlungsverpflichtung, Todesfall- oder Erwerbsunfähigkeitsschutz, Kosten und Änderungsmöglichkeiten sind dennoch unterschiedlich dokumentiert.

Vor jeder Handlung prüfen

Bezug, Transfer, Änderung oder Prämienstopp müssen mit Produktbedingungen, geltendem Recht und verlangten Nachweisen abgeglichen werden. Steuerliche Anerkennung ist kein Qualitätszeichen und keine Ergebnisgarantie.

Private Vorsorge in der Schweiz

Ein nüchterner Prüfpfad

Bleiben Sie in dieser Reihenfolge, damit nicht Lösungen mit verschiedenen Zwecken vermischt werden.

  1. Bedarf vor Produkt beschreiben

    Notieren Sie Ziel, Zeithorizont, tragbaren Spielraum, bestehenden Schutz und absehbare Ereignisse, bei denen Flexibilität wichtig werden könnte.

  2. Verbindliche Unterlagen sammeln

    Verlangen Sie Reglement, Bedingungen, Kostenübersicht, Szenarien, Rückkaufs- oder Umwandlungswerte und das Transferverfahren passend zur gewählten Form.

  3. Entscheidenden Punkt bestätigen lassen

    Steuerfragen gehören zur zuständigen Behörde, Vertragsfragen zur Einrichtung. Bewahren Sie schriftliche Antworten auf, bevor Sie unterschreiben oder etwas ändern.

  4. Bestätigtes Ergebnis dokumentieren

    Halten Sie Datum, Quelle, Antwort der Einrichtung und verwendete Vertragsversion fest, damit der Punkt vor einer späteren Entscheidung erneut geprüft werden kann.

Grenzen dieses Dossiers

  • Kein jährlicher Höchstbetrag wird hier festgeschrieben; prüfen Sie für die betroffene Periode die aktuelle ESTV-Seite.
  • Kapital-, Rendite- oder Steuerillustrationen sind weder Versprechen noch vollständige Vergleiche.
  • Dieser Inhalt entscheidet weder über Berechtigung oder Vorbezug noch über kantonale Steuern oder die Eignung einer Police.

Mit dem richtigen Rahmen beginnen

Klären Sie zuerst 3a, 3b und die zu bestätigenden Bedingungen, bevor Sie Anbieter ansehen.

Entscheiden mit sichtbaren Regeln

Weiterlesen oder Unterlagen vorbereiten

Lesen Sie die Ratgeber, erkunden Sie Regionen oder starten Sie getrennt vom Rechner eine Vergleichsanfrage.

Nächster Schritt

Vergleichsanfrage vorbereiten

Wählen Sie den passenden Versicherungsbereich. Das Formular öffnet sich auf einer geschützten Seite; Sie entscheiden selbst, ob Sie es absenden.

In diesem Bereich werden keine persönlichen Angaben abgefragt.

Die Hinweise von BSV, ESTV und FINMA sowie die Fedlex-Texte sind in der geprüften deutschen Fassung verlinkt. Aktuelle Einzahlungs- und Abzugsgrenzen stehen auf der laufend gepflegten ESTV-Seite und werden hier nicht als Jahresbetrag wiederholt. Massgebend bleiben die amtlichen Texte, die zuständige Steuerbehörde und die Unterlagen der Einrichtung.

Geprüfte Schweizer Bundesquellen